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Der Roller / Scooter im Wandel der Zeit

Roller bzw. Scooter sind älter als man annehmen mag. Bereits vor mehr als hundert Jahren wurden in städtischen Gegenden Vorgänger der heutigen Scooter gebaut. Diese waren natürlich recht primitiver Natur und bestanden aus mehreren aneinander gehämmerten Brettern mit Rollen. Gelenkt wurde lediglich durch eine entsprechende Körperneigung oder über ein zweites, senkrecht angebrachtes Brett. Wer damit flott unterwegs sein wollte, musste erst einige Übungsstunden investieren, die sich jedoch auszahlten, wenn man bedenkt, dass es in diesen Zeiten noch nicht viele öffentliche Verkehrsmittel gab und nur wenige Personen ein eigenes Auto besaßen. Mit dem Scooter baute man sich also seine eigene Mobilität!

Der Roller / Scooter im Wandel der Zeit

Der Roller / Scooter im Wandel der Zeit

Einige Zeit später wurden die Vorgänger der Mountain Scooter für Kinder entwickelt. Diese hatten ein Fahrbrett mit aufgepumpten großen Reifen, ähnlich denen eines Fahrrads. Mountain Scooter werden auch heutzutage gerne gekauft, denn sie sind schneller als faltbare Scooter und auch bequemer zu fahren. Außerdem sind sie für Off-Road Einsätze geeignet und deshalb gerade für kleine Sportler interessant. Ein echter Roller für Jungs also!

1994 fand in Finnland die Entwicklung des modernen Tretrollers statt. Charakteristisch für dieses Gefährt ist, dass das vordere Rad größer ist als das hintere, was eine schnellere Fahrt ermöglich. Der Tretroller trat nach seiner Entwicklung einen Siegeszug an, der seit vielen Jahren in jährlichen Tretroller-Meisterschaften mündet.

Die klappbaren Roller, wie wir sie heute kennen, kamen Ende der Neunziger auf den Markt. Ursprünglich in der Schweiz entwickelt, setzten sie sich auch bald in den USA und in Japan durch. Bald wurden die Designs der Scooter immer ansprechender und kreativer. So wuchs nach und nach ein gigantischer Trend heran, der Kinder und Erwachsene gleichermaßen begeistert. Die Scooter für Kinder sind kleiner, häufig aus Plastik und oft nicht zusammenklappbar. Die Belastbarkeit bei Kinderscootern ist nicht in gleichem Maße gegeben wie bei Scootern für Erwachsene. Aber für die Bedürfnisse von Kindern reicht es allemal.

Die große Auswahl beim Kauf

In den letzten Jahren hat es immer wieder Weiterentwicklungen an den beliebten Scootern gegeben. So kann man heutzutage auch dreirädrige und vierrädrige Scooter kaufen. Es gibt auch sogenannten Stuntboards, die für Personen gedacht sind, die ihre Scooterfähigkeiten für Kunstsprünge etc. optimiert haben. Hier ist eine ganz neue Action-Sportart entstanden, das sogenannte Scootering, ähnlich dem Skateboarden und dem BMX Freestyle-Sport. Es finden sich immer mehr Anhänger, die sich für diese Sportart begeistern und sie regelmäßig ausüben. Mittlerweile gibt es sogar jährlich stattfindende Meisterschaften.

Die Hauptzielgruppe für Scooter sind Kinder, Jugendliche und trendbewusste sowie praktisch veranlagte Erwachsene. Kinder nutzen sie hauptsächlich zum Spielen und zur Fortbewegung. Damit werden Wege zu Freunden oder zum Spielplatz zurückgelegt, aber auch der Weg zur Schule wird gerne mit einem Scooter bestritten. Bei Jugendlichen spielt der Trendaspekt natürlich eine große Rolle. Wer einen trendigen Scooter fährt, ist selbst auch angesagt. Weiterhin werden Scooter von vielen Actionsportbegeisterten Jugendlichen gefahren. Hier ist das Ziel, keine Fahrkünste soweit zu optimieren, dass man sich mit anderen messen kann oder sogar an Meisterschaften teilnehmen kann. Erwachsene haben den Scooter vorrangig als praktisches Fortbewegungsmittel für sich entdeckt. Ob unterwegs zur Arbeit, auf Campingplätzen oder auf Messen. Überall wo längere Fußwege zurückzulegen sind, werden auch Scooter eingesetzt.

Kickboards – unterwegs auf drei Rädern

Das Kickboard ist ebenfalls eine Abwandlung des Rollers – ein Fortbewegungsmittel mit drei kleinen Rädern. Zwei befinden sich vorne, eins hinten. Verbunden sind sie über ein schmales Brett. Am vorderen Ende des Bretts befindet sich eine Lenkstange, die im Normalfall oben in einem Knauf endet. Es ist quasi eine Mischung aus Skateboard und Scooter. Gelenkt werden sie durch eine gezielte Gewichtsverlagerung unter Zuhilfenahme des Knaufs.

Kickboards eignen sich, genau wie Scooter, hervorragend als Fortbewegungsmittel in der Stadt. Immer wenn Fußwege zurückzulegen sind, kann man sein kleines und handliches Kickboard auseinanderklappen und schon kann es losgehen. Staus und überfüllte Busse und Bahnen gehören der Vergangenheit an, wenn man regelmäßig sein Kickboard nutzt. Jedoch muss man hier beachten, dass das Kickboard kein Straßenverkehrsmittel ist und für die Nutzung auf Straßen nicht zugelassen ist. Das heißt sie dürfen nur auf Bürgersteigen, in Spielstraßen und Fußgängerzonen gefahren werden. Und damit kommt man direkt zu einem weiteren wichtigen Punkt, den es beim Kickboardfahren zu beachten gibt: Die Rücksichtnahme. Bedingt durch die Tatsache, dass man sich mit Fußgängern den Bürgersteig, die Fußgängerzone und sonstige Wege teilt, ist man natürlich auch dazu verpflichtet entsprechend Rücksicht zu nehmen. Immer wieder passiert es, dass Fußgänger sich erschrecken, wenn ein Kickboard im Affenzahn an ihnen vorbeirauscht. Auch Unfälle sind keine Seltenheit und passieren durch eine unvorsichtige und zu schnelle Fahrweise. Dabei kann es schnell zu Verletzungen für den Fußgänger und für den Kickboard-Fahrer kommen. Das muss nicht sein! Wer langsam und bremsbereit fährt, vermeidet Unfälle und unliebsame Auseinandersetzungen mit entrüsteten Fußgängern. Weiterhin sollte darauf geachtet werden, dass „geparkte“ Kickboards nicht im Weg rumstehen. Dies ist häufig an Schulen oder vor Geschäften ein Problem. Wer hier ein wenig Rücksichtnahme walten lässt, wird im Umgang mit seinem Kickboard und den Mitmenschen keine Probleme haben.

Worauf sollten Rollerfans achten?

Ein Scooter macht seinen Besitzern viel Freude und kann vielfältig genutzt werden. Um ein ungetrübtes Scooter-Fahrvergnügen zu erleben, sollte man sich aber an einige Regeln halten. Ein umfangreiches Schutzpaket für den Fahrer und regelmäßige Wartung des Scooters sind unerlässlich.

Unfälle passieren leider jeden Tag. Auch mit einem Scooter ist man nicht davon ausgenommen. Es passiert schnell, dass man einen kleinen Stein übersieht oder mit dem Scooter im Gullideckel hängen bleibt. Wer ein gutes Reaktionsvermögen hat, kann vielleicht noch rechtzeitig abspringen, wenn dies aber nicht der Fall ist, kann es zu Unfällen mit bösen Verletzungen als Folge kommen. Zusammenstöße mit Fußgängern sind auch nicht selten, so gut man auch aufpasst. Wenn ein Fußgänger eine plötzliche und unvorhergesehene Bewegung macht, ist es schnell zu einem Unfall gekommen.

Der vorsorgliche Scooterfahrer (bzw. dessen Eltern) kann sich selbst jedoch mit einer entsprechenden Schutzausstattung vor bösen Folgen von Unfällen schützen. Der Unfall selbst lässt sich damit zwar nicht verhindern, aber sicherlich die eine oder andere Verletzung. Zur Grundausstattung gehört deshalb als allererstes ein vernünftiger und dem eigenen Kopfumfang angepasster Helm. Dieser sollte fest sitzen und mit einem Klickverschluss unter dem Kinn zu schließen sein. Weiterhin sollten Knieschoner, Ellbogenschoner und Handgelenkschoner zum Einsatz kommen. Bei einem eventuellen Sturz ist der Scooterfahrer so optimal geschützt und verhindert damit ernsthafte Verletzungen.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die richtige Pflege und Wartung des Scooters. In regelmäßigen Abständen sollte der Scooter auf defekte Teile, lose Schrauben und Funktionsfähigkeit untersucht werden. Mit ein bisschen technischem Verständnis kann der Scooterbesitzer dies selbst erledigen, anderenfalls sollte ein Besuch im Fachgeschäft die nötige Wartung mit sich bringen. Defekte Teile sollten umgehend ausgetauscht werden und Schrauben müssen zu jeder Zeit fest angezogen sein. Ansonsten ist ein sicheres Fahren mit dem Scooter nicht gegeben.

Im Fachgeschäft erhält man Zubehör jeglicher Art. Je nach Scooterart gibt es kleine Ersatzreifen, Gummiersatzreifen, Vorderachsen, Hinterachsen, Bremsen, Blinker, Ersatzlenker, Trittbretter, zugehörige Schrauben und vieles mehr.


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