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Großer Spaß für kleine Hobbygärtner: Hochbeete für Kinder anlegen

Kinder lieben es, an der frischen Luft zu werkeln und mit ihren eigenen Händen etwas zu erschaffen. Im heimischen Garten gibt es viele spannende und kreative Bauprojekte, die gemeinsam mit der ganzen Familie umgesetzt werden können. Wenn das Baumhaus oder das Stelzenhaus schon bezogen sind und auch die Buddelkiste schon ihr schattiges Plätzchen gefunden hat, ist der perfekte Zeitpunkt gekommen, um ein bisschen zu gärtnern.

Hochbeet für Kinder anlegenEin Hochbeet ist eine tolle Möglichkeit, um Kindern die Arbeit im Garten näherzubringen. Hochbeete lassen sich auch begrenztem Platzangebot anpassen, schonen den Rücken und bieten einen zuverlässigen Schutz gegen Schnecken und andere Vielfraße, die die Ernte gefährden könnten. Für Kinder bietet ein Hochbeet den perfekten Einstieg in das Gärtnern und ein spielerisches Erleben der Natur. Den zarten Pflänzchen von der Aussaat oder dem Setzen bis zur vollen Blüte oder sogar einer reichhaltigen Ernte beim Gedeihen zusehen zu können, ist eine wertvolle Erfahrung für kleine Entdecker.

Ein Hochbeet für Kinder selbst bauen

Es gibt wohl kaum ein Bauprojekt für den heimischen Garten, das sich so mühelos und gleichzeitig kostengünstig realisieren lässt, wie ein Hochbeet für Kinder. Für das erste eigene Hochbeet reicht eine Weinkiste, ein Blumenkasten oder auch eine Obst- oder Gemüsekiste. Damit auch kleine Kinderhände ihr Pflanzenparadies selbst pflegen können, sollte die Breite der Kiste so gewählt werden, dass Kinderarme jeden Bereich bequem erreichen können.

Damit das Hochbeet möglichst lange Freude macht, empfiehlt es sich, das Holz vorzubehandeln, um es gegen Witterungseinflüsse unempfindlicher zu machen. Da Kinder fröhliche Farben lieben, bietet sich für die Holzbearbeitung am Hochbeet eine spezielle Lasur mit Farbe an. So lassen sich Witterungsschutz und Farbakzente in einem Anstrich auftragen.

Besonders gut geeignet sind diese Varianten von Holzschutz mit Farbe:

  • Leinölfarbe aus Leinöl und Alkyd
  • Witterungsbeständiges Holzöl mit Farbpigmenten
  • Farbige Holzschutzlasuren auf Alydharzbasis
  • Holzschutzfarben mit hohem Kieselsäureanteil, beispielsweise Schwedenrot

(Quelle: Ratgeber „Holzschutz im Außenbreich“ https://www.bauen.de)

Bei der Auswahl der Farben dürfen kleine Hobbygärtner natürlich gerne mitbestimmen und etwas größere Kinder können beim Verschönern ihres Hochbeetes natürlich auch gerne mithelfen.

Ist der Holzschutz gut durchgetrocknet, kann das Hochbeet innen sorgfältig mit Teichfolie ausgekleidet werden. Vor dem Befüllen ist es wichtig, in den Boden und die Seitenwände mit dem Holzbohrer durch Holz und Folie einige Löcher zu bohren, um das Abfließen von Regen- und Gießwasser zu gewährleisten und Staunässe zu vermeiden. Wichtig: Die Abflusslöcher sollten so gesetzt werden, dass das Wasser auch noch ungehindert abfließen kann, nachdem die Pflanzkiste auf einer Erhöhung positioniert wurde.

Nun ist die meiste Vorarbeit geleistet. Damit aus dem Beet auch ein Hochbeet wird, kann die vorbereitete Kiste entweder auf stabile Stelzen geschraubt oder einfach auf eine Bank, einen niedrigen Tisch, eine Palette oder irgendeine andere Erhöhung positioniert werden. Das erste Hochbeet für Kinder sollte ungefähr eine Arbeitshöhe von 45 bis 60 Zentimetern aufweisen. So können die Kleinen bequem arbeiten und müssen sich weder bücken noch recken, um ihre Pflänzchen zu pflegen.

Kind gießt Pflanzen im Hochbeet

Das Hochbeet für Kinder richtig sichern

Grundsätzlich darf ein Hochbeet überall im Garten ein Plätzchen finden. Je nachdem, was gepflanzt werden soll, ist ein eher sonniger oder ein eher halbschattiger Standort zu wählen. Vorteilhaft ist es auch, wenn das Hochbeet zumindest auf einer Seite etwas vor Witterungseinflüssen geschützt ist, beispielsweise an einer Hauswand, am Gartenhäuschen oder an der Garage. Gerade ein Hochbeet für Kinder fühlt sich an einem solchen Plätzchen sehr wohl, denn eine Rückwand bietet eine zuverlässige Sicherung gegen Umstürzen. Am besten ist es, wenn das Hochbeet mit einer der längeren Seiten fest an einer Wand verschraubt wird. So kann weder durch Wind und Wetter noch durch ungestüme Gärtnerhände etwas umstürzen.

Während bei einer Befestigung am Gartenhäuschen meist eine herkömmliche Bohrmaschine ausreicht, müssen bei einer Hauswand oder der Garage die Schlagbohrmaschine oder der Bohrhammer zum Einsatz kommen. Auf welche Wahl das Werkzeug fällt, hängt vom Material ab, mit dem das Hochbeet verschraubt werden soll. Hochwertige Betonbohrer verfügen in der Regel auch über einen Holzaufsatz, mit dem saubere und exakte Holzbohrungen durchgeführt werden können. Um das Hochbeet für Kinder richtig sichern zu können, kann der Durchmesser der Bohrung entscheidend sein:

  1. Durchmesser Holzbohrungen in mm

Bei Holzbohrungen schwanken die Durchmesser zwischen 20 und 40 mm. Es handelt sich dabei aber immer nur um die maximal möglichen Durchmesser! Wer also ein Gerät mit 30 mm max. Durchmesser bei Holzbohrungen erworben hat, kann damit in Holz natürlich auch Löcher mit einem Durchmesser von nur 2 mm bohren.

  1. Durchmesser Betonbohrungen in mm

Naturgemäß ist dieser Wert erheblich kleiner als der Durchmesser bei Holzbohrungen. Bei Beton schwankt der max. mögliche Durchmesser einer Bohrung zwischen 10 und 22 mm.

(Quelle: https://elektrowerkzeugtest.de)

 

Es reicht völlig aus, das Hochbeet an einer, möglichst einer längeren Seite zu sichern. Idealerweise bleibt bei der Standortwahl an den anderen Seiten, des Hochbeetes ausreichend Platz, um rundherum zu gehen und von allen Seiten zu arbeiten.

Wann ist der richtige Zeitpunkt, um das Beet anzulegen?

Der ideale Zeitpunkt, um ein Hochbeet anzulegen, ist der Herbst, denn dann können kleine Hobbygärtner gleich mit dem Bepflanzen anfangen.

Ein Hochbeet wird in mehreren Schichten befüllt, bevor es ans Pflanzen gehen kann. Die unterste Schicht bilden Äste und Gestrüpp von Sträuchern oder Bäumen. Durch diese Schicht kann überschüssige Nässe durch Regen oder Gießen gut abfließen und Staunässe wird vermieden.

Die zweite Schicht bilden Pflanzenreste. Laub ist besonders gut geeignet. Auf die Pflanzenreste kommt eine Schicht aus Kompost, entweder aus dem eigenen Garten oder in Form von Komposterde vom Bauern oder aus dem Gartencenter. Erst die vierte Schicht besteht aus Pflanzen- oder Blumenerde. Damit wird das Hochbeet bis zum Rand angefüllt und anschließend gut durchgefeuchtet. Nach dem Befüllen sollte das Hochbeet einige Tage ruhen, damit die einzelnen Schichten sich setzen können. Vor dem Bepflanzen darf dann meist noch einmal mit Pflanzenerde aufgefüllt werden. Und jetzt kann es auch schon losgehen.

Was wächst denn da?

Grundsätzlich darf im Hochbeet alles angepflanzt werden, was als Beetpflanze im heimischen Garten gut gedeiht. Für Kinder ist es meistens besonders toll, wenn sie in ihrem kleinen Reich auch etwas ernten können. Erdbeeren, Zucchini, kleine Tomaten, Paprika oder köstlich duftende Kräuter bieten sich deshalb an.

Wer sich einfach nur an der Farbenpracht erfreuen möchte, kann auch eine bunte Blumenwiese aussähen. Für Kinder ist es ganz besonders spannend, zu beobachten, wie aus den ausgesäten Samen erst zarte Pflänzchen und schließlich prächtige Blumen werden.

Je nach Bepflanzung kann es empfehlenswert sein, von Jahr zu Jahr etwas durchzuwechseln, um eine gleichmäßige Beanspruchung des Nährbodens zu gewährleisten. Außerdem bleibt es so immer wieder aufs Neue spannend, mitzuerleben, was da so alles wächst im Beet.

Bildquellen:

Abbildung 1: @ congerdesign (CCO-Lizenz) / pixabay.com

Abbildung 2: @ vikvarga (CCO-Lizenz) / pixabay.com

 


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